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Hundespiele

Spiele mit dem Hund.

Tauziehen Hundespiel
Tauziehen ist ein beliebtes Hundespiel!

Spiele

Mentale Übungen und lustige Spiele

Hunde haben sich so weit entwickelt, dass sie in einer komplexen Umgebung leben, an die sie sich anpassen müssen, um zu überleben. Daher haben Hunde die Fähigkeit zu denken und Probleme zu lösen, z. B. wie sie die köstlich riechende Feldmaus am Boden ihres Lochs erreichen oder wie sie einen Zaun überwinden können, um zu einem anderen Hund zu gelangen.


Das Zusammenleben mit dem Menschen hat zwar die Notwendigkeit der Nahrungssuche beseitigt, aber wir haben sie durch die Notwendigkeit der Arbeit ersetzt. Wir haben Hunde gezüchtet, um zu hüten, zu jagen, zu verfolgen, zu apportieren und zu bewachen. Diese Eigenschaften sind in gewissem Maße auch bei den meisten Mischlingshunden vorhanden.

Dies hat dazu geführt, dass Hunde ein ständiges Bedürfnis haben, ihre Fähigkeiten zu trainieren, und ohne ein Ventil können sie randalierend, ängstlich oder frustriert werden, was zahlreiche Probleme verursacht.

Geistige Übungen für den Hund haben mehrere Vorteile: Sie bieten nicht nur ein Ventil für seine Fähigkeiten, sondern stärken auch die Bindung zwischen Halter und Tier. Ein Hund, der daran gewöhnt ist, Probleme zu lösen, ist besser in der Lage, sich in verschiedenen Situationen zurechtzufinden – ein wichtiger Faktor, wenn etwas schiefläuft!

Mentale Übungen verhindern auch, dass er sich langweilt und anfängt, Dinge zu zerstören, denn nach einer solchen Sitzung wird er sich zufrieden für einen wohlverdienten Schlaf zurückziehen können!

In den ersten Tagen, nachdem ein neuer Rescue-Hund zu Hause eingetroffen ist und die Beziehung zu diesem beginnt, wird man ohne weiteres herausfinden, was er bereits weiß und welche Lücken er hat.

Hundekuesschen
Sich mit Hunden zu beschäftigen, fördert deren Zuneigung und Vertrauen.

Dann beginnt man mit kurzen Trainingseinheiten von fünf bis zehn Minuten und achtet darauf, dass der Hund viel Lob und Belohnungen erhält, damit er Spaß daran hat.
Sobald er auf die Grundkommandos ‚Sitz‘, ‚Platz‘, ‚Bleib‘ und ‚Komm‘ reagieren kann, sind die Grundlage für viel interessantere Möglichkeiten geschaffen. Außerdem wurde im Laufe des Trainings eine Vereinbarung mit dem Hund getroffen: Er weiß, dass er ein Leckerli bekommt, wenn er sich so verhält, wie es von ihm verlangt wird. Wenn das Training fortgesetzt wird, kommt es zu physiologischen Veränderungen in seinem Gehirn, wodurch sich seine geistigen Fähigkeiten tatsächlich erweitern.

Mit der Zeit können die Belohnungen reduziert werden, bis der Hund nur noch auf die Handgeste oder ein verbales Kommandowort reagiert. Allerdings sollte zumindest immer ein Lob ausgesprochen werden, wenn es kein Leckerli gibt.
Sobald ein neuer Trick im Gedächtnis des Hundes verankert ist, kann man ihn ausbauen, indem beispielsweise die Entfernungen oder die Anzahl der Gegenstände erhöht.

Man sollte aber daran denken, dass ein Training mit Kommandowörtern und den dazugehörigen Aktionen zwar vielen Hunden Spaß macht und ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten gut auslastet, dass es aber wichtig ist, ein Verhalten nicht zu verstärken, wenn der Hund diese Aktion ohne Aufforderung zeigt oder wenn es stereotypisch ist.


Spielregeln

Hunde-Übungsplatz
Training und Spaß auf dem Hunde-Übungsplatz.

Die meisten Hunde sollten morgens und am frühen Abend eine Trainingseinheit erhalten. Mentale Trainingseinheiten und Spiele können jedoch zu jeder Zeit des Tages dazwischen geschoben werden, solange der Hund bereit ist, daran teilzunehmen.

Die folgenden Regeln sollten beachtet werden:

  • Die Sitzungen müssen kurz und zügig gehalten werden. Bei manchen Hunden reichen drei Minuten aus, andere Hunde können sich sechs oder sieben Minuten lang konzentrieren.
  • Wenn der Hund Schwierigkeiten mit der Übung hat, bringen man ihm am besten dazu, einen Trick zu machen, von dem man weiß, dass er ihn gut beherrscht, damit er die Sitzung mit einem guten Gefühl beenden kann.
  • Das Spiel muss beendet werden, bevor es dem Hund langweilig wird. Dazu sollten häufig Pausen eingelegt werden, damit er sich wieder konzentrieren kann.
  • Wenn er anfängt, zu überdrehen, macht man eine Pause, denn wenn Hunde überdreht sind, ist es schwierig, sie zu trainieren, da es ihnen schwerer fällt, sich zu konzentrieren.
  • Es sollten immer wieder unterschiedliche Spiele gespielt werden, damit es für Hund und Herrschen gleichermaßen interessant bleibt.
  • Mindestens eines der Spiele sollte ein aerobes Training sein, da dadurch Endorphine freigesetzt werden, die dem Hund helfen, ruhig zu bleiben. Bleibe positiv und sorge dafür, dass es Spaß macht – und was auch immer passiert, nicht die Beherrschung verlieren und den Hund anschreien!
  • Ein neues Spiel, ein neuer Trick oder ein neues Kommandowort pro Woche zu trainieren ist mehr als genug. Jedoch lernen nicht alle Hunde gleich schnell, also sollte man nicht frustriert sein, wenn es statt einer Woche zwei Wochen oder länger dauert.
  • Ein Hund vergisst leicht sein bisheriges Training, wenn er keine Gelegenheit zum Üben bekommt. Deshalb sollten auch die alten Tricks und Spielen weiter geübt werden, auch wenn er neue dazulernt.
  • Die schnellste und einfachste Methode, dem Hund einen neuen Trick beizubringen, besteht darin, das zu verwenden, was der Hund schon natürlich von sich selbst aus macht, z. B. sich auf den Rücken zu legen. Verbinde dieses Verhalten mit einem Kommandowort und einem Leckerli, und schon gibt es einen ersten Trick. Indem derartige natürliche Verhaltensweisen belohnt und mit dem Klicker unterstützt werden, während das neue Kommandowort verwendet wird, kann man dieses Verhalten verstärken und jederzeit abrufen.
  • Man sollte dem Hund vor allem etwas beibringen, was seinen Fähigkeiten und seiner Natur entspricht. Die Fähigkeiten eines reinrassigen Hundes lassen sich leicht bestimmen, aber auch bei einem Mischlingshund gibt es in der Regel erkennbare Merkmale. ‚Versuch und Irrtum‘ sind eine Methode, solange man nicht wild entschlossen ist, dies dem Hund beizubringen und seinen eigenen Fehler zu ignorieren!
  • Es ist wichtig, immer daran zu denken, dass alles, was die Aufmerksamkeit des Hundes erfordert, eine geistige Übung ist. Wenn der Hund unter Frustration leidet, sollten man Spiele vermeiden, die dies noch verstärken könnten. So können zum Beispiel ‚Suchspiele‘ für manche Hunde zu viel sein und müssen auf niedrigem Niveau gespielt werden. Jeder Hund ist ein Individuum, beurteile deshalb jede Situation individuell.
Hund auf dem Rücken
Das natürliche Verhalten des Hundes, sich auf den Rücken zu legen, kann für Training und Spiel genutzt werden.

Erste Regel: Fair Play

Die erste Regel für das Spiel mit dem Hund ist auch hierbei das immer wieder zitierte ‚Fair Play‘. Es ist nur gerecht gegenüber unserem Hund, dass wir ihm auch die Gelegenheit geben, das neue Spiel erst einmal überhaupt zu verstehen. Dazu muss jedes Spiel in mehrere, kleinere Einheiten unterteilt werden, welche einzeln erlernt werden.

Hunde spielen aufgrund ihrer natürlichen Triebe und lernen durch richtige Verknüpfung bei der Erziehung spielerisch. Deshalb sollte der Hund ein Spiel in kleinen Schritten erlernen und es sollte davon Abstand genommen werden, zu viel auf einmal zu verlangen.

Daher sollte man sich vor jedem Hundespiel überlegen, wie schaffe ich eine positive Verknüpfung, damit mein Hund weiß, dass er die Aufgabe richtig gemacht hat?
Welchen Trieb spricht das geplante Spiel an und welche Triebe kann ich bei meinem Hund positiv ausnutzen?
Welche Kommandowörter, die der Hund schon gut beherrscht, kann ich bei dem Spiel einsetzen und welches Schlüsselwort soll er eventuell dazu lernen?
Dazu sollte das Spiel in Stufen aufgeteilt werden, damit mein Hund die einzelnen Schritte begreifen kann und erkennt, was von ihm verlangt wird.


Zweite Regel: Spielzeiten

Welpen beim Spiel
Gerade Welpen übertreiben es mit dem Spielen und könnten dies stundenlang tun!

Ginge es nach dem Hund, wobei dies von der Lebhaftigkeit des Vertreters abhängig ist, kann ohne weiteres auf jede Form der Berufstätigkeit oder Hausarbeit verzichtet werden, da es ja viel interessantere Ding im Leben gibt: den ganzen Tag mit Herrchen oder Frauchen herumzutoben und überall zu spielen!

Deshalb versuchen viele Hunde ihre Halter richtig zu ‚erziehen‘! Sobald Herrchen oder Frauchen nach des Hundes Meinung mit überflüssiger Haus- oder Büroarbeit beginnt, kann er zum Beispiel mit dem Ball im Maul ankommen. Mit großen Augen und einem Stups, mit der feuchtkalten Nase, erfolgt die Spielaufforderung. Reicht dies noch nicht, kommt noch die Pfote zum Einsatz oder es wird gleich am Menschen hochgesprungen.

Deshalb sollte man derartige Aufforderung zumeist ignorieren, sonst verknüpft der Hund sein aufdringliches Verhalten mit dem Erfolg, dass seine Bezugsperson die Arbeiten einfach liegenlässt und mit ihm spielt.
Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Spiel mit dem Hund durch den Halter beginnen muss. Wenn der Hund mit einer Spielaufforderung angelaufen kommt und gerade Zeit ist, kann man auch ab und zu darauf eingehen, da er ja gerade in geeigneter Stimmung ist, vielleicht etwas neues hinzuzulernen.
Allerdings zum immer verfügbaren ‚Balljungen‘ oder ‚Leckerli-Diener‘ sollte man sich nicht durch den Hund ‚erziehen‘ lassen!

Nach dem Füttern sollten außerdem keine Spiele gespielt werden!
Dies kann zu Erbrechen, nicht ausreichender Verdauung der gerade gegessenen Nahrung oder im schlimmsten Fall sogar zu einer Magendrehung führen.
Oft hätten Einzelhunde nach der Mahlzeit gerne eine Spielstunde oder ein Rudel aus mehreren Hunden tobt durch Haus und Garten, kaum ist der letzte Bissen geschluckt. Da Hunde nach dem Fressen in Gefahr sind, durch übermäßiges Spiel oder Herumrennen sich eine lebensgefährliche Magendrehung zuzuziehen, welche fast immer tödlich endet, muss dies unterbunden werden.

Deshalb sollte nach dem Fressen grundsätzlich eine Ruhepause folgen. Hier bietet sich eine gemeinsame Auszeit mit einem Mittagsschläfchen an. Falls Herrchen dies nicht kann oder möchte, muss zumindest der Hund routinemäßig nach dem Fressen zum Verdauungsschlaf von zumindest einer Stunde in sein Körbchen oder Ruheplatz geschickt werden.

Hund nimmt Sonnenbad
Ein älterer Hund sollte nicht zu lange ein Sonnenbad in der prallen Hitze nehmen, auch wenn manche dies sehr mögen.
Bei großer Hitze sollte eine Spielpause eingelegt werden!
Im Sommer sollte die Spielstunde, ebenso wie der Spaziergang mit dem Hund, in die kühlere Tageszeit verlegt werden. Dies sollten die frühen Vormittagsstunden oder die Zeit kurz vor dem Sonnenuntergang sein.
Wenn die Sonne hoch am Himmel steht und hochsommerliche Temperaturen herrschen, besteht die Gefahr, dass der Hund einen Kreislaufkollaps oder Sonnenstich bekommt. Zwar wissen viele Hunde, dass sie sich bei großer Hitze zurückhalten müssen, andere dagegen würden auch dann noch bis zum Umfallen herumtoben, rennen und spielen oder selbst in der Sonne viel zu lange baden.

Nicht vor dem Weggehen spielen!
Man sollte nicht mit dem Hund spielen, wenn er kurz darauf alleine zu Hause zurückbleiben soll. Durch das fröhliche und wilde Spiel wird der Hund aufgedreht, was es ihm nicht einfach macht, anschließend ruhig zu bleiben.
Dadurch kann es ihm viel schwerer fallen, alleine zu bleiben, als wenn man ohne viele Worte oder großer Verabschiedungszeremonie einfach die Tür hinter sich geschlossen hätte.
Deshalb ist es viel besser, die Spielstunde in der Zeit nach der Rückkehr durchzuführen, wenn er sich beim Wiedersehen gefreut hat.

Hunde brauchen auch Ruhepausen!
Alle Hunde brauchen Ruhephasen und dies ist besonders für Welpen und Senioren wichtig. Gerade Welpen können Stunden am Stück beim ausgelassenen Spiel verbringen. Dies ist aber wegen des noch im Wachstum befindlichen Knochengerüst und den noch nicht vollständig ausgebildeten Sehnen- und Muskelapparat nicht gut.
Deshalb ist es gerade bei Welpen wichtig, mehrere kürze Spielphasen, statt eine lang andauernde Spielrunde durchzuführen.

Ruhepause
Hunde brauchen Ruhepausen!

Aber auch ältere Hundesenioren wissen oft nicht, wann es besser genug ist. Sie sind Junggebliebene, welche immer noch gerne dem Ball hinterherjagen oder beim Spaziergang immer noch bis zur nächsten Biegung oder Hügelkuppe weitermarschieren wollen.
Dies fördert aber die Verschleißerscheinungen bei älteren Hunden. Gelenkprobleme oder Hüftgelenksdysplasie treten hier oft bei flotten Spielen mit abrupten Stopps oder Geschwindigkeitswechseln auf, deshalb sollte man mit den Senioren eher eine ruhigere Gangart auswählen.


Dritte Regel: Das Spielzeug gehört nicht dem Hund!

Hund mit Spielzeug
Ali beschäftigt sich mit Spielzeug.

Selbst wenn man beim Tauziehen sich noch mit dem Hund um die Beute reißt, gehört alles Spielzeug nicht dem Hund!
Für den Hund verliert der Rudelführer an Achtung, wenn Herrchen ihm die tollen Beutestücke einfach so dauerhaft überlassen würden. Denn der Rudelführer beansprucht die besten Stücke immer für sich und wenn man dem Hund die seiner Meinung nach so begehrenswerten Utensilien bereitwillig überlässt, könnte er selbst zur ‚Weltherrschaft‘ greifen! Und seid versichert, der Hund wird euch dann nichts davon freiwillig überlassen.

Deshalb sollte man das Spielzeug des Hundes nicht überall herumliegen lassen oder es ihn in seinem Körbchen ansammeln lassen, denn dann kann es passieren, wenn man es einsammeln oder für das Spiel benutzen will, dass man angeknurrt wird.

Deshalb muss nach Beendigung des Spieles das gesamte Spielzeug wieder verstaut werden, am besten in einer Spielzeugkiste für den Hund, welche er nicht erreichen kann. So bleibt das Spielzeug auch für ihn dauerhaft interessant.

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