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Mit dem Fahrrad unterwegs

Zusammen mit dem Hund auf dem Fahrrad unterwegs.

Fahrrad-Tour mit mehreren Hunden
Fahrrad-Tour mit mehreren Hunden.

Zur Förderung von Ausdauer, Disziplin und Führigkeit des Hundes bietet sich das Fahrradfahren an.


Mit dem Hund Radfahren

Mit einem etwas größeren Hund ist das Radfahren eine willkommene Abwechselung für das sportliche Herrchen-Hund-Rudel. Dazu sollte man es aber gemächlich angehen lassen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Hund sicher am Fahrrad zu führen. Für alle gilt aber, der Hund muss über ausreichend Disziplin und Gehorsam verfügen. Denn wenn der Hund über seine Verbindung zum Fahrrad oder Herrchen einmal in eine andere Richtung kräftig zieht, sei es, weil es am Straßenrand so toll riecht oder eine Katze über die Straße huscht, ist es schnell mit der Balance geschehen und das ganze kann mit unangenehmen Schrammen oder Verletzungen auf dem Straßenpflaster enden. Dabei genügt schon ein kleinerer und leichterer Hund, der mit genügend Leinenlänge sein Herrchen vom Fahrrad ziehen kann, oder direkt vor das Rad oder in die Speichen rennt.

Um Unfälle und Stürze auszuschließen, ist es wichtig den Hund an das Fahrrad und dessen Bewegungen zu gewöhnen und auch von Beginn an diszipliniertes Mitlaufen einzufordern. Auf abgelegenen Wegen ohne viel Verkehr kann der Hund auch ohne Leine mitlaufen.

Es sollte auch darauf hingewiesen werden, dass in Deutschland nach der Straßenverkehrsordnung ein Hund immer rechts vom Fahrrad mitlaufen muss. Deshalb sollte ein Kommandowort trainiert werden, dass dem Hund anzeigt, nun auf der rechten Seite zu laufen. Bei den meisten Hunden klappt eine derartige Erziehung meist problemlos, da ihnen die Touren mit dem Fahrrad oft sehr viel Spaß machen.


Hilfreiche Ausrüstung

Ausziehbare Hundeleine am Fahrrad
Ausziehbare Hundeleine am Fahrrad für den Hund befestigt.

Bewährt zur Führung der Hunde hat sich die ausziehbare Roll-Leine, welche bei Bedarf und viel Verkehr auch nur auf eine kurze Länge eingestellt werden kann und auf Feldwegen auf flexible, ausziehbare Längen freigegeben werden kann. Einen ‚Springer‘ oder Flexi-Gummi als Zwischenstück am Fahrrad oder Hund nimmt außerdem die Energie heraus, falls es zu einem Ruck kommt, weil der Hund langsamer wird, stehenbleibt oder in eine andere Richtung läuft.
Der ‚Springer‚ ist recht günstig und kann recht einfach an jedes Fahrrad aufgeschraubt werden, wodurch eine Feder zwischen Fahrrad und Hund eine auftretenden Ruck deutlich verringert.

Jogging-Hüftgurt  mit Leine
Ein Jogging-Hüftgurt mit dehnbarer, in der Länge verstellbarer Leine bewährt sich auch.
Außerdem gibt es Jogging-Hüftgurte für den Fahrer, woran man eine Leine mit Flexi-Abschnitt ebenfalls befestigen kann, anstatt die Hundeleine direkt am Fahrrad zu befestigen.
Zur Not tut es auch eine normale, ausreichen lange Leine vom Spaziergang, die man aber nur leicht am Rad befestigen sollte oder in der Hand führt, sodass sie bei einem heftigen Ruck frei gelassen werden kann, ohne zu stürzen. Dabei ist es natürlich wichtig, dass der Verkehr durch den dann frei laufenden Hund nicht gefährdet wird, d.h. diese Lösung eignet sich nur auf ruhigen Feldwegen.

In jedem Fall sollte darauf hingewiesen werden, dass der Hund ein Geschirr tragen sollte, an dem die Leine zum Fahrer oder Fahrrad befestigt wird, damit es durch einen Ruck zu keinen Verletzungen bei dem vierbeinigen Begleiter kommt.

Bei Fahrradtouren sollte man auch immer Wasser und bei längeren Unternehmungen auch Futter für den Hund dabeihaben.
Auch kann es immer mal wieder passieren, dass der Hund sich die Pfoten oder Krallen unterwegs verletzt. Eine Hundeapotheke für Unterwegs und ein Pfotenschutz sollte deshalb mitgeführt werden.
Ein Handtuch ist ebenfalls hilfreich, falls es unterwegs einmal richtig regnet oder der Hund vor Freude irgendwo ins Wasser springt, denn auch sie können sich anschließend erkälten.


Anlernen des Hundes

Fahhradfahrt mit mehreren Hunden
Noch wehrt sich einer der Hunde gegen die Leine am Fahrrad.

Als Erstes sollte man den Hund erst einmal mit einem Fahrrad vertraut machen, indem man es ihm zeigt und ein Stückchen schiebt. Dies macht man so lange, bis das Fahrrad dem Hund vertraut ist. Anschließend kann man sich darauf setzen und sogar ein kleines Stückchen damit bewegen.
Wird der Hund ängstlich oder nervös und aufgeregt, sollte man den Versuch abbrechen und es etwas später erneut ausprobieren.

Bei der ersten kurzen Probefahrt mit dem Hund ist es möglich, dass Hund bellt, den Besitzer auf dem Fahrrad anspringt, hetzt oder sogar versucht in die Hosenbeine zu beißen. Auch hier sollte der Versuch dann erst einmal abgebrochen werden und das Rad ein Stückchen mit angeleintem Hund geschoben werden. Nach einer Weile kann der nächste Versuch erfolgen, bis das alles für den Hund völlig normal und zur Routine geworden ist. Dabei ist es sinnvoll, da Hunde sich nur eine begrenzte Zeit konzentrieren können, nur erst einmal kurze Versuche zu unternehmen und dies dafür mehrmals täglich bis es klappt.

Die Strecken für den Hund müssen beim Radfahren Schritt für Schritt vergrößert werden, da eine ungewohnte Überbeanspruchung sehr leicht zu Muskelkater oder sogar Zerrungen führen kann. Am besten ist es, nur mit einer Strecke von zwei oder drei Kilometern zu beginnen und dies nach und nach zu steigern.

Dabei sollte der Hund locker nebenher traben, d.h. es sollte nicht schneller als mit einer Geschwindigkeit von rund 15 Kilometern die Stunde vorwärtsgehen. Auf gar keinen Fall sollte der Hund zum Galopp getrieben werden und unbegrenzt neben dem Fahrrad herlaufen ist für ihn auch nicht möglich.
Auch ist es wichtig, dem Hund zwischendurch seine Angelegenheiten und Schnüffel-Pausen zu gewähren und daher ab und zu anzuhalten.


Praktische Tipps

Schnüffelpause
Schnüffelpause während der Fahrrad-Tour.

Nur auf gepflasterten Straßen mit dem Hund zu fahren ist nicht gut für seine Pfoten und Krallen, von daher sollten auch Strecken auf Feldwegen oder besser sogar Gras- oder Erdwege gewählt werden.
Wird eine Landstraße benutzt, so sollte man auf weggeworfenen Müll oder Glasscherben achten, da dies beim Hund zu Verletzungen an den Pfoten führen kann.

Auch wenn das Fahrradfahren viel Spaß macht, sollte man nicht täglich seinen Hund auf diese Weise ausführen. Für den Vierbeiner wird das dann schnell nur noch zur Pflichtübung und man züchtet sich einen ‚Rad-Junkie‘ heran, der ohne täglichen Hochleistungssport und Aktivitäten gar nicht mehr auskommt.
Wer mit seinem Hund nur mit dem Fahrrad unterwegs ist, um diesen in möglichst kurzer Zeit schnell müde zu bekommen, liegt auch falsch, denn der Vierbeiner braucht auch Abwechselung und Konzentrationsübungen, was z.B. durch Fährtensuche bzw. dem Schnüffeln während des normalen Spazierganges geschieht.

Ein gesunder Hund mit ausreichender Übung kann bis zu zwanzig Kilometer am Tag zurücklegen, wobei aber kleinere Pausen eingelegt werden müssen. Soll die Radtour länger werden, muss auch für größere Hunde ein spezieller Fahrradanhänger mitgeführt werden, um den Vierbeiner immer wieder vorübergehend damit zu transportieren.

Auch sollte man daran denken, dass im Sommer Asphalt und auch Wege durch heftige Sonneneinstrahlung sehr heiß werden können, was für den Hund nicht geeignet ist.


Mit kleinen Hunden Fahrrad fahren

Für kleinere Hunde ist meist selbst gemächliches Fahrradfahren noch zu schnell, deshalb sollten ‚Zwerge‘ in einem Fahrradkorb mitgenommen werden.
Wie für Hunde, welche neben dem Rad herlaufen, ist auch hier Disziplin das Zauberwort, denn wenn der Beifahrer im Fahrradkorb während der Fahrt mal schnell aussteigen möchte, um einer freundlichen Hundedame ‚Guten Tag‘ zu sagen oder einer frechen Katze die Meinung zu geigen, kann die Sache problematisch oder sogar gefährlich werden. Selbst ein aufgeregtes Bellen oder Kläffen aus dem Korb von hinten ist schon beim Fahrradfahren stören.

Natürlich muss der Beifahrer auch mit einem Geschirr in seinem Körbchen gegen Herausspringen oder Herausfallen gesichert werden. Das Gleiche gilt für die Befestigung des Körbchens an dem Rad selbst.
Damit auch der vierbeinige Beifahrer vom Fahrradausflug etwas hat, ist es natürlich notwendig unterwegs Pausen einzulegen, damit auch der Hund etwas Bewegung hat und ausgiebig Schnüffeln kann.

Natürlich gibt es auch geeignete Hundekörbe oder ganze Anhänger zum Kauf für das Fahrrad.


Zughund vor dem Fahrrad

Um sich auf dem Fahrrad ziehen zu lassen, benötigt man zwar keinen typischen Schlitten- oder Zughund wie zum Beispiel einen Husky, aber ein kräftiger und etwas größerer Hund sollte es schon sein. Trotzdem sind vor allem nordische Hunderassen für diese Art des Freizeiteinsatzes besonders geeignet.

Für diese Art der Fortbewegung gelten im Großen und Ganzen die bereits zuvor beim gewöhnlichen Radfahren mit dem Hund beschriebenen Voraussetzungen.
Zusätzlich benötigt man ein gepolstertes Zuggeschirr mit langen Leinen, wie es für Schlittenhunde zu kaufen gibt. Der Fahrradfahrer braucht dazu einen Brust- oder Bauchgurt aus dem Bergsteigerbedarf, woran die lange Leine zum Hund befestigt wird.

Auf den Hund und Halter kommen zudem neue Aufgaben zu. Dazu gehören das Ziehen einer Last für den Hund bzw. als Last gezogen zu werden für den Fahrer, sowie das Führen an einer langen Leine.
Dies sollte erst einmal auf verkehrsarmen Wegen geübt werden und dazu muss dem Hund das Zuggeschirr und ein Halsband angelegt werden. Zur ersten Übung gehört es erst einmal, nicht das Fahrrad zu benutzen, sondern den Hund damit stattdessen einen alten Autoreifen oder Holzklotz ziehen zu lassen.

Mit der Führleine am Halsband geht man nun hinter dem Hund her und trainiert die neuen Kommandoworte für ‚Rechts‘, ‚Links‘, ‚Stopp‘, ‚Langsamer‘ und ‚Schneller‘.
Hat der Hund anfangs Probleme damit, die Lasten zu ziehen oder erschrickt aufgrund der Geräusche, welche diese beim Schleifen über den Boden machen, muss ihm gut zugeredet werden. Auch sollte dies zu Beginn nur über kurze Entfernungen geübt werden.

Um sich mit Zuggeschirr, Gurt, Zug- und Führleine vom Hund auf dem Fahrrad ziehen zu lassen, erfordert gute Übung und viel Disziplin bei einem wohlerzogenen Hund und ist nicht ganz so einfach.


Motorisiert mit dem Quad-Bike

Leben von Chelsea
Nun geht es gemeinsam auf Quad Bike Tour.

Wie beim Fahrrad ist es auch möglich Hunde mitzunehmen. Natürlich dürfen sie nicht an das Quad-Bike angebunden werden, um hinter rennen zu müssen, da die Geschwindigkeit des Vehikels viel zu schnell ist. Dies ist sowohl im Straßenverkehr verboten und zudem Tierquälerei.

Hund auf Quad-Bike
Hund und Transportkiste mit dehnbaren Transportbändern fest am Quad-Bike verschnürt.
Daher werden sie, ebenso wie kleine Hunde beim Fahrrad mitgenommen werden, in einer Kiste oder Behälter auf den Ladebereichen vorn bzw. hinten des Quad-Bikes gesichert. Der Transportbehälter muss natürlich auch sicher befestigt werden. Bewährt haben sich dazu dehnbare Spanngurte oder Gepäckspanner für beide Aufgaben, wobei die Gurte beim Hund durch sein Laufgeschirr gezogen und am Behälter befestigt werden.

Hat man das verkehrsarme Ziel mit dem Quad-Bike erreicht, ist es ebenso wie beim Fahrrad angebracht, den Hund aus seiner Kiste zu lassen, damit er frei im Gelände laufen und Schnuppern kann.
Auch ist es möglich, den frei laufenden Hund zwischendurch eine Zeit lang hinter einem nicht allzu schnell gefahrenen Quad-Bike auf abgelegenen Feldwegen hinterherlaufen zu lassen. Dies funktioniert hervorragend und lässt den Hund einmal richtig durchstarten, wobei man natürlich darauf achten muss, dass er sich immer in genügend Abstand von dem fahrenden Vehikel befindet. Aufgrund des Lärms und der Auspuffgase des Quad-Bikes ist das aber erfahrungsgemäß kein Problem, da der Hund von sich aus schon Abstand hält.

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